Anleitung:
Tragen Sie in dieses Formular wieder die Angaben zu dem Rohprotein und Rohfett der „Analytischen Bestandteile“ des Etiketts ein und ergänzen Sie es unter dem Punkt „Kohlenhydrate % (Ihr Wert)“ mit dem selbst errechneten Wert aus dem Formular „Kohlenhydrat-Rechner“. Es reicht aus, wenn Sie die Zahl mit einer Stelle nach dem Komma gerundet angeben.

WICHTIG: Nehmen Sie NICHT den Wert bezogen auf die Trockensubstanz! Bei der Energieberechnung handelt es sich um den tatsächlichen Energiegehalt von 100 g Ihres Futters.

Futter 1:

Futter 2:

Auswertung

Um ein Katzenfutter qualitativ bewerten zu können, ist neben der Beurteilung der einzelnen Bestandteile in der Zutatenliste auch der prozentuale Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergie sehr wichtig.

Kohlenhydrat-Anteil weniger als 10 %

Da der maximale Kohlenhydrat-Anteil im Futter einer Katze maximal 10 % betragen darf, ist jedes Futter für Katzen geeignet, dass einen Wert unter 10 % besitzt.

Besser wäre ein noch geringerer Wert, da Katzen auf eine Zufuhr von Kohlenhydraten über die Nahrung zur Energiegewinnung nicht angewiesen sind. Im Gegenteil fehlt ihnen sogar ein Enzym, damit sie Stärke aufspalten können.

 

Kohlenhydrat-Anteil mehr als 10 %

Dieses Futter ist absolut ungeeignet für Katzen. Wird es über einen längeren Zeitraum gefüttert, können sich im Laufe der Zeit Befindlichkeitsstörungen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen entwickeln.

Der Stoffwechsel einer Katze ist nicht an eine größere Zufuhr von Kohlenhydraten angepasst und läuft anders ab, als der eines Hundes oder gar eines Menschen.

 

 

2 Kommentare

Alexandra · 1. November 2016 um 14:21

Da kann etwas nicht ganz stimmen:
almo nature legend Hühnerbrust
75 % Hühnerbrust, 24% Hühnerbrühe 1% Reis 70 g Dose analytische Bestandteile Rphprotein 17%, Rohfaser 0,1%, Rohöle und Rohfette 0,5%; Rohasche 1%, Feuchtigkeit 77 % 742 Kcal/kg
Hier nun der berechnete Kohlenhydrat-Anteil des Futters (gerundet): 4 % bzw. g pro 100 g Futter (g/100g)
Lt Ihrer Berechnung bin ich dann bei 18% Prozentualer Anteil (gerundet) der Kohlenhydrate an der Gesamtenergie: also ungeeignet.

    Tanja · 1. November 2016 um 17:34

    Hallo Alexandra,

    es ist bei dem geringen Reisanteil zwar kaum zu glauben, aber das Ergebnis des Rechners stimmt.
    Zum besseren Verständnis schreibe ich hier einmal den Rechenweg auf:

    Zunächst haben Sie den prozentualen Kohlenhydratanteil in dem ersten Formular berechnet. Auf dem Wert kommt man, wenn von der Zahl 100 die Werte der analytischen Bestandteile (Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser und die Feuchtigkeit) abgezogen werden. Genau genommen sind es 4,4% Kohlenhydrate, die von dem Rechner auf 4% gerundet wurden.
    Im zweiten Schritt wird der prozentuale Anteil der Energie liefernden Bestandteile an der Gesamtenergie berechnet.
    Eiweiß und Kohlenhydrate liefern pro Gramm 3,5 kcal und Fett 8,5 kcal (bei Menschen gibt es leicht unterschiedliche Werte, da sie einen anderen Stoffwechsel haben).

    Man rechnet nun den Energiegehalt von Eiweiß wie folgt: 17g x 3,5 kcal = 59,5 kcal.
    Der Fettanteil hat demnach (0,5 x 8,5 kcal) 4,25 kcal und der Kohlenhydratanteil (4 x 3,5 kcal) 14 kcal.
    Die gesamte Kalorienmenge ist demnach 77,75 kcal

    Setzt man nun die Gesamtenergie von 77,75 kcal gleich 100%, so beträgt der prozentuale Anteil des Eiweißes mit 59,5 kcal 76,5%, der Fettanteil von 4,25 kcal 5,5% und schließlich der Kohlenhydratanteil von 14 kcal 18% der Gesamtenergie.

    Abgesehen davon, dass der Rechner mit einem gerundeten Kohlenhydratgehalt aus dem ersten Formular rechnet, ist der Wert relativ genau. Das „Problem“ an dieser Katzennahrung ist der sehr geringe Fettanteil. Würde die Nahrung etwas fettreicher sein, also keine magere Hühnerbrust enthalten, gäbe es ein ganz anderes Verhältnis der einzelnen Nähstoffe zueinander. Wenn es nicht medizinisch notwendig sein sollte, sehr fettarm zu füttern, würde ich die Nahrung mit etwas Fett anreichern, da Katzen ihre Energie aus Eiweiß und Fetten beziehen. Damit würde der prozentuale Fettanteil steigen und der Kohlenhydratanteil sinken.

    Ich hoffe, ich konnte die Berechnung nun etwas klarer darstellen 🙂

    Liebe Grüße,
    Tanja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.