Übergewichtige Katzen sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit. Ich spreche da leider auch aus eigener Erfahrung. Zum einen enthalten schlechte Katzenfutter einen viel zu hohen Kohlenhydratanteil, werden mit Fett-, Eiweißstoffen oder gar künstlichen Aromen extra schmackhaft gemacht und zum anderen ist es auch einfach eine Überernährung mit zuviel Energie, sprich Kalorien.

Selbst wenn man restriktiv füttert, also seiner Katze die Portionen am Tag genau zuteilt, hat man bei Freigängern nicht unbedingt den Überblick, was sie sich am Tag erbeuten oder evtl. bei Nachbarn gefüttert bekommen.

Eine weitere Ursache von Übergewicht kann auch eine Hormonstörung oder eine Unterfunktion der Schilddrüse sein. Aus diesem Grund ist vor einer Gewichtsreduktion immer eine Untersuchung eines Tierarztes ratsam. Durch das Übergewicht kann eine Katze bereits eine Folgekrankheit entwickelt haben, ohne dass sie zunächst für uns Menschen sichtbar ist.

Wie ich schon in dem Beitrag „Besonderheiten in der Katzenernährung“ geschrieben habe, unterscheidet sich der Stoffwechsel von Katzen erheblich von dem eines Hundes oder gar eines Menschen. Daher ist es auch bei einer übergewichtigen Katze besonders wichtig, ihr das Richtige zu füttern.

Wie kann meine Katze nun gesund abnehmen?

Schritt 1: 

Nachdem eventuelle gesundheitliche Probleme beim Tierarzt abgeklärt wurden, nehmen Sie zunächst das Futter genau unter die Lupe. Wie oben schon erwähnt, kann durchaus auch die Futterzusammensetzung und die Qualität bei der Gewichtszunahme der Katze eine Rolle gespielt haben.

Daher rechnen Sie zunächst den Kohlenhydrat-Anteil des Futters mithilfe des Kohlenhydrat-Rechners aus. Danach machen Sie die Auswertung mit dem Rechner „Energieberechnung und Auswertung Katze“. Der ermittelte prozentuale Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergie darf maximal 10 % betragen, besser wäre ein noch geringerer Wert.

Sollte der Wert höher sein, als 10%, ist das Katzenfutter für eine Gewichtsreduktion und auch für eine weitere Ernährung nicht empfehlenswert. In diesem Fall MUSS es umgestellt werden.

In den meisten Fällen ist von Trockenfuttern abzuraten, da sie in der Regel sowieso einen zu hohen Kohlenhydratanteil enthalten. Weiterhin hat Trockenfutter den Nachteil, dem Katzenkörper Wasser zu entziehen, das dringend notwendig ist, damit alle Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse optimal funktionieren, denn Katzen passen ihr Trinkverhalten meistens nicht ihrem Bedarf an.

Bei meiner Recherche habe ich kein Trockenfutter gefunden, auch kein Diätfutter für übergewichtige Katzen, dass einen prozentualen Kohlenhydratanteil von unter 30% hatte.

Bei den Diät-Nassfuttern für übergewichtige Katzen war der Kohlenhydratanteil zwar bedeutend niedriger, aber immer noch höher als der Maximalwert von 10%!

Schritt 2:

Ein zweites Kriterium bei der Futterwahl ist die Zusammensetzung, ersichtlich in der Zutatenliste. Es sollten alle Futterbestandteile mit Namen und Menge aufgeführt sein, sodass keine „versteckten“ minderwertigen Futtermittel enthalten sind.

Dazu hier ein Beispiel eines hochwertigen Nass-Futters:

Zusammensetzung: 19% Lachs, 12% Rinderlunge, 10% Rinderfleisch u. Kehlköpfe (ohne Schlund und Schilddrüse), 10% Geflügelleber, 8% Geflügelfleisch u. –hälse, 8% Geflügelmagen, 1% Hüttenkäse, Mineralstoffe

Analytische Bestandteile: Rohprotein: 10,7 %, Rohöle und -fette: 6,2 %, Rohasche: 2,0 %, Rohfaser: 0,3 %, Feuchtigkeit: 79,0 %, Calcium: 0,30%, Phosphor: 0,25%

Leider reduzieren Hersteller bei Diätfutter für übergewichtige Katzen oft den Fettanteil zugunsten von Kohlenhydraten und Faserstoffen, um Kalorien einzusparen. Fett hat pro Gramm einen mehr als doppelt so hohen Energiegehalt als Eiweiße und Kohlenhydrate. Allerdings ist der Stoffwechsel der Katze, auch der übergewichtigen Katze, nicht an die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten angepasst. Sie stellt Glukose (ein Kohlenhydrat) aus Fetten und Eiweißen her.

Überschüssige Kohlenhydrate führen auf Dauer zu einer starken Belastung des Körpers, der Organe und können die Katze krank machen.

Eine größere Menge an Faserstoffen bewirken beim Menschen und teilweise auch beim Hund ein „Ausschleusen“ überschüssiger Nahrungsfette, also überschüssiger Kalorien. Bei der Katze kann ein höherer Anteil allerdings zu Verdauungsstörungen bis hin zu einem veränderten Darmmillieu führen, das sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Beispiel eines Diät-Trockenfutters:

Zusammensetzung: Reis, Geflügelfleischmehl (mind. Huhn 38%), Mais, Maiskleber, Cellulose, Erbsenkleiepulver, tierische Fette, Proteinhydrolysat, Kaliumchlorid, Leinsamen, Calciumsulfat, Natriumchlorid

Analytische Bestandteile: Rohprotein 31,2%, Öle und Fette, roh 8,6%, Rohfasern 7,7%, Rohasche 5%, Calcium 0,83%, Phosphor 0,65%, Natrium 0,30%, Kalium 0,63%, Magnesium 0,07%

Zusatzstoffe pro kg: E672 (Vitamin A) 16.000 IE, E671 (Vitamin D3) 943 IE, E1 (Eisen) 72,5mg, E2 (Jod) 1,2mg, E4 (Kupfer) 7,2mg, E5 (Mangan) 7,5mg, E6 (Zink) 150mg, E8 (Selen) 0,2mg. Mit natürlichen Stoffen zur Haltbarmachung und natürlichen Antioxidantien

Wenn man bei diesem Futter von einer Feuchtigkeit von 10 % ausgeht (war leider auf dem Etikett nicht angegeben), enthält es einen prozentualen Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergie von 42% – absolut untauglich für einen Fleischfresser, wie die Katze!

Beispiel eines Diät-Nassfutters:

Zusammensetzung: Geflügel, Weizenkleie, Zellulose, Gelatinehydrolysat, Lachsöl, Kaliumzitrat, L-Carnitin

Analytische Bestandteile: Rohprotein 8,1%, Rohfett 2,5%, Rohfaser 3,1%, Rohasche 1,8%, Stärke 0,71%, Gesamtzucker 0,18%, Kalzium 0,18%, Phosphor 0,17%, Natrium 0,09%, Kalium 0,15%, Magnesium 0,02%, Chlorid 0,14%, Schwefel 0,08%, Linolsäure n-6 0,26%, Alpha-Linolensäure n-3 0,03%, Eicosapentaensäure n-3 0,03%, Docosahexaensäure n-3 0,03%, Feuchtegehalt: 80,1%

Zusatzstoffe pro kg: Zusatzstoffe/kg: Vitamin A 3.500 IE, Vitamin D3 350 IE, Vitamin E 65mg, Kupfer (als Kupfer-(II)-Sulfat, Pentahydrat) 3mg, Taurin 450mg, L-Carnitin 55mg. Energie MJ ME/kg 2,72

Dieses Futter hat zwar einen hohen Eiweißanteil, schaut man sich aber die Zutatenliste an, handelt es sich bei den Quellen allerdings um „Geflügel“, dass nicht näher beschrieben wird (es können auch Krallen, Federn oder sonstige minderwertige Abfälle sein, denn wenn Geflügelfleisch enthalten wäre, würde es mit Sicherheit auch benannt werden). Weiterhin wird minderwertiges Gelatinehydrolysat als weitere Eiweißquelle verwendet.

Der Rohfaseranteil ist viel zu hoch; die Katze würde mit Sicherheit Verdauungsprobleme bekommen und der prozentuale Kohlenhydrat-Anteil an der Gesamtenergie liegt mit 17% zwar deutlich niedriger, als bei dem Trockenfutter, ist aber dennoch für eine gesunde Ernährung viel zu hoch.

Meine Empfehlung ist daher, die übergewichtige Katze auf ein hochwertiges, artgerechtes Nassfutter umzustellen, wie in dem Futterbeispiel oben.

Der nächste Schritt ist nun also, die Katze langsam Schritt für Schritt an ein neues, hochwertiges Futter zu gewöhnen. Hat man vorher ein qualitativ minderwertigeres Futter gegeben, gibt es mit dem hochwertigen Futter meistens keine Probleme bei der Umstellung.

Wichtig dabei ist, dass die Katze nicht hungern muss. Lieber eine langsame Umstellung, als kein Futter, denn durch eine längere Nahrungskarenz, wenn also längere Zeit nichts gefressen wird, kann sich bei übergewichtigen Katzen eine hepatische Lipidose entwickeln, eine Anhäufung von Fetten in den Leberzellen, die sehr schwer zu behandeln ist und einen tödlichen Verlauf haben kann. Diese Erkrankung hat nichts mit dem Fettgehalt im Futter zu tun, sondern hängt mit einem Eiweißmangel zusammen, den eine Katze bekommen kann, wenn sie längere Zeit nichts frisst.

In vielen Fällen bewirkt eine Futterumstellung auf ein hochwertiges Katzenfutter, wenn die Fütterungsempfehlung eingehalten wird, oft schon eine Gewichtsabnahme, ohne dass eine spezielle Diät gefüttert werden muss.

Wichtig ist auch hier, dass eine Gewichtsabnahme nur langsam erfolgt.

Als Richtwert nimmt man ca. 1 % des Körpergewichts pro Woche:

also entspricht eine gesunde Gewichtsreduktion bei einer 8 kg schweren Katze ca. 80 g pro Woche, d.h. , man sollte ihr ca. 25 Wochen (1/2 Jahr) Zeit lassen, damit die Katze 2 kg Gewicht verliert.

Für uns Menschen hört sich das nicht viel an, aber für eine Katze bedeutet das 1 Viertel ihres Ausgangsgewichts – das ist eine ganz enorme Leistung!

Schritt 3:

Meine Katze ist zu dick - wie kann sie gesund abnehmen?Sollte sich durch eine Futterumstellung nach einiger Zeit keine Gewichtsreduktion einstellen oder haben Sie sowieso schon hochwertiges Futter verwendet, muss nun die Menge des Futters und natürlich die der Leckerlis reduziert werden.

Bei Katzen wird generell eine Fütterung von 4 bis 5 Mal am Tag empfohlen.

Das hat bei einer Gewichtsreduktion den Vorteil, dass durch häufigeres Füttern mehr Kalorien durch die Verdauung verbraucht werden und die Katze zwischendurch keinen „Kohldampf schieben muss“, wenn die Portionen etwas verkleinert werden 🙂 .

In der Ernährungsberatung für Katzen gibt es eine Empfehlung, wie viel Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht eine Katze pro Tag benötigt und wie von diesem Wert die „Abnehmkalorien“ errechnet werden. Aber selbst dieser Wert ist nur ein „ungefährer Anhaltspunkt“ und da Katzen generell einen unterschiedlichen Kalorienverbrauch haben, was natürlich auch mit ihrer Aktivität zusammenhängt, finde ich es besser, dass Sie selbst Ihr Tier beobachten, zunächst nach den Fütterungsempfehlungen des Herstellers füttern und gegebenenfalls die Fütterungsmenge nach unten korrigieren, wenn Ihre Katze nach einer Zeit kein Gewicht verliert.

Auch bei einer zu schnellen Gewichtsabnahme sollten Sie einschreiten und die Futtermenge wieder etwas erhöhen.

Schritt 4:

War Ihre Katze bisher eher inaktiv, wäre es gut, wenn Sie sich täglich etwas Zeit nehmen, um mit ihr zu spielen und so für mehr Bewegung sorgen. Das fördert zum einen den Kalorienverbrauch und zum anderen werden damit die Muskeln trainiert.

Da Übergewicht auch bei Katzen die Gelenke und den Körper belastet, fangen Sie langsam damit an und steigern den Zeitraum und die Intensität der Bewegungen, wenn die Katze schon etwas Gewicht verloren hat.

Fazit:

Folgende Punkte sind für eine Gewichtsreduktion bei einer Katze zu beachten:

  • Untersuchung beim Tierarzt, um eventuelle Hormonstörungen oder Folgeerkrankungen aufzudecken oder ausschließen zu können
  • das Futter unter die „Lupe nehmen“ und nach den obigen Kriterien beurteilen
  • Diätfutter für übergewichtige Katzen sparen zwar Kalorien ein, sind aber aufgrund ihrer Zusammensetzung nach meinen Recherchen für eine gesunde und artgerechte Ernährung nicht geeignet
  • lieber auf ein hochwertiges, artgerechtes Nassfutter umzustellen, wie in dem Beispiel oben
  • die Futterumstellung lieber langsam durchführen, als durch eine Nahrungskarenz das Risiko einer hepatischen Lipidose eingehen
  • Mahlzeiten auf 4 bis 5 Portionen aufteilen
  • ggf. die Futtermenge pro Portion reduzieren
  • langsame Gewichtsreduktion anstreben, nicht mehr als durchschnittlich 1% des Körpergewichtes pro Woche
  • je nach Übergewicht Zeit nehmen für eine moderate Bewegungsförderung  bei inaktiven Katzen

Eine kleine Anmerkung zum Schluss:

Es muss nicht immer das „Spezialfutter“ des Tierarztes sein, wenn Ihre Katze ein gesundheitliches Problem oder, wie in diesem Fall, Übergewicht hat. Ein hochwertiges Futter, das leichtverdaulich und artgerecht zusammengesetzt ist, in einigen Fällen auch durch eine spezielle Zugabe diätetisch an die Erkrankung angepasst, ist oftmals als Begleitung einer medikamentösen Therapie die bessere Alternative … schreiben Sie mich gerne an für eine gute Empfehlung und Beratung 🙂


Tanja

Hallo, ich bin Tanja , zertifizierte Ernährungs- und Diätberaterin ATN für Hunde und Katzen. Auf diesem Blog möchte ich die Zusammenhänge einer natürlichen, artgerechten und gesunden Ernährung anhand verschiedener Ernährungsthemen verständlich erklären und Ihnen die natürliche Ernährung Ihrer Tiere wieder näher bringen. Dabei habe ich mich auf die Beratung mit chemiefreien Naturkostmenüs in Beutetierzusammensetzung spezialisiert, da sich nicht jeder das Wissen für eine selbst zusammengestellte Mahlzeit aneignen möchte oder kann, und es sehr schwer ist, sich in dem Futtermitteldschungel zurecht zu finden.

6 Kommentare

Heike · 18. Juli 2018 um 14:55

Hallo Tanja,
darfst du das hochwertige Nassfutter, das du oben beschrieben hast, nennen? Ich bin aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Futter für meine Katze und kenne mich leider überhaupt nicht aus. Meine Katze wiegt mit 6,5 kg (Wohnungskatze) leider viel zu viel…meine Tierärztin hat mich gestern schon geschimpft…

    Tanja · 18. Juli 2018 um 16:09

    Hallo Heike,

    die Nahrung, die wir selbst schon seit Jahren für unsere Hunde und unsere Katze verwenden ist die von PETfit, einer kleinen Manufaktur aus Norddeutschland.

    Liebe Grüße, Tanja

sina düster · 24. Juni 2018 um 23:43

Hallo. Meine Katze wird am 1.9.2018 2 Jahre alt. Voriges Jahr im Juni hatten wir sie kastrieren lassen . Ihr Gewicht war 4.9 kg. Er ist recht gross. Am 21.06.2018 hätte er ein ge wicht von 6.2 kg und der Tierarzt meinte ,er ist zu dick. Er frisst täglich 1 Becher nassfutter vom Rossmann und bekommt 100 Gramm prima light seit dem. 1.mal die Woche bekommt er einen gedünsteten seelachsfilet. Das ge wicht sollte nicht steigen evtl.sinken.was kann ich noch tun? Habe auch ein fztterspender wo mein Kater arbeiten muss das Futter zu bekommen. Spielen und durch die wohnung rennen tut er täglich,ist aber schnell erschöpft. Bis jetzt ist er gesundheitlich fit. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

    Tanja · 25. Juni 2018 um 8:29

    Hallo Sina,
    zunächst würde ich, wie in meinem Beitrag beschrieben, das aktuelle Futter überprüfen. Lightfutter sind sehr oft fett- und dadurch zwar kalorienreduziert, haben aber einen hohen Kohlenhydratanteil, der für Katzen nicht artgerecht ist und auch dazu führen kann, mehr Fett anzusetzen.

    Eine artgerechte, fett- und eiweißreiche Nahrung kurbelt den Stoffwechsel der Tiere an und verhindert den Abbau von Muskelmasse. Letztendlich müssen aber weniger Kalorien gefüttert werden, als der Kater benötigt und dafür ist es hilfreich, wenn man sich die Kalorien ausrechnet.

    Bei Fertigfutter kann man es anhand der analytischen Bestandteile machen, z.B. mit Hilfe meines Kohlenhydratrechners und bei sonstigen Nahrungsmitteln, wie dem Seelachs, gibt es online z.B. den Nährwertrechner. Wenn man es ganz genau nimmt, rechnet man pro Gramm Eiweiß und Kohlenhydraten mit 3,5 kcal und pro Gramm Fett mit 8,5 kcal bei Hunden und Katzen.

    Der Energiebedarf von nicht sehr aktiven Katzen liegt bei etwa 80 kcal pro Kilogramm Körpergewicht, bei Ihrem Kater mit 6,2 kg also momentan bei 496 kcal um sein sein Gewicht so zu halten. Damit er abnehmen kann, rechnet man mit dem „Erhaltungsbedarf“ des Idealgewichtes. Wenn sein Idealgewicht ca. 4,9 kg sind, braucht er (80×4,9) ca. 392 kcal.

    Diese Kalorienmenge kann man am Anfang als Richtwert nehmen und sehen, ob er damit Gewicht abnehmen kann. Die Gewichtsreduktion sollte möglichst nicht zu schnell gehen, 1% vom Körpergewicht pro Woche ist völlig ok. Sollte sich mit dieser Kalorienmenge nichts tun, kann man bis auf 60 kcal pro kg Körpergewicht reduzieren, d.h. bis auf ca. 294 kcal (60×4,9).

    Die Bewegung ist natürlich super und hilft ihm beim Abnehmen, aber aufgrund des höheren Körpergewichts kann ich mir gut vorstellen, dass er schnell erschöpft ist. Das wird sich im Laufe der Zeit bestimmt bessern. Aber ganz wichtig ist eine artgerechte Zusammensetzung der Nahrung mit viel Fett und Eiweiß, natürlich im Rahmen der Kalorienmenge mit der er abnehmen kann, um zu verhindern, dass sich die Muskulatur abbaut.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen und drücke die Daumen, dass es mit dem Abnehmen klappt 🙂

    Liebe Grüße,
    Tanja

Müller · 31. Mai 2017 um 16:44

Ich habe 2 Maine Coon und Katzen, die eine ist 2Jahre und die andere 7 Monate. Die ältere ist zu dick, frisst leider nur Trockenfutter. Ich kann die beiden aber nicht getrennt füttern. Was kann ich tun?

    Tanja · 31. Mai 2017 um 20:44

    Hallo,

    ich würde generell beide Katzen auf ein artgerechtes, kohlenhydratarmes Nassfutter umstellen, wie ich es schon in dem Artikel geschrieben habe. Trockenfutter hat im Vergleich zu Nassfutter eine viel höhere Energiedichte, da die Flüssigkeit fehlt und einen zu hohen Kohlenhydratanteil, der Übergewicht fördert.
    Auch wenn es am Anfang schwer ist, lohnt es sich in kleinen Schritten umzustellen.

    Sie können z.B. probieren, wenn Ihre Katzen Thunfisch mögen, etwas davon zu dem Trockenfutter zu geben, sodass sie sich an die weichere Konsistenz gewöhnen. Oder auch das gewohnte Trockenfutter ganz leicht anfeuchten und die Flüssigkeitsmenge nach und nach immer etwas erhöhen.

    Ein gutes Nassfutter kann man ebenfalls mit etwas aufpeppen, das die Katzen mögen. Viele schlecken gerne Sahne oder eben auch Thunfisch. Aus dem Thunfisch könnte man durch Trocknen im Backofen bei niedriger Temperatur und anschließendem Mixen ein Pulver herstellen, das man zum Nassfutter geben könnte. Das gleiche funktioniert natürlich auch mit frischem Hühnchen oder dem gewohnten Trockenfutter als Pulver.

    Zunächst würde ich den Fokus darauf legen, die Katzen auf ein gutes Nassfutter umzustellen und danach schauen, wie sich das Gewicht entwickelt, ob Ihre übergewichtige Katze evtl. schon durch die Umstellung Gewicht reduziert.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den Anregungen etwas weiterhelfen.
    Liebe Grüße, Tanja

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