Übergewichtige Katzen sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit. Ich spreche da leider auch aus eigener Erfahrung. Zum einen enthalten schlechte Katzenfutter einen viel zu hohen Kohlenhydratanteil, werden mit Fett-, Eiweißstoffen oder gar künstlichen Aromen extra schmackhaft gemacht und zum anderen ist es auch einfach eine Überernährung mit zuviel Energie, sprich Kalorien.

Selbst wenn man restriktiv füttert, also seiner Katze die Portionen am Tag genau zuteilt, hat man bei Freigängern nicht unbedingt den Überblick, was sie sich am Tag erbeuten oder evtl. bei Nachbarn gefüttert bekommen.

Eine weitere Ursache von Übergewicht kann auch eine Hormonstörung oder eine Unterfunktion der Schilddrüse sein. Aus diesem Grund ist vor einer Gewichtsreduktion immer eine Untersuchung eines Tierarztes ratsam. Durch das Übergewicht kann eine Katze bereits eine Folgekrankheit entwickelt haben, ohne dass sie zunächst für uns Menschen sichtbar ist.

Wie ich schon in dem Beitrag „Besonderheiten in der Katzenernährung“ geschrieben habe, unterscheidet sich der Stoffwechsel von Katzen erheblich von dem eines Hundes oder gar eines Menschen. Daher ist es auch bei einer übergewichtigen Katze besonders wichtig, ihr das Richtige zu füttern.

Wie kann meine Katze nun gesund abnehmen?

Schritt 1: 

Nachdem eventuelle gesundheitliche Probleme beim Tierarzt abgeklärt wurden, nehmen Sie zunächst das Futter genau unter die Lupe. Wie oben schon erwähnt, kann durchaus auch die Futterzusammensetzung und die Qualität bei der Gewichtszunahme der Katze eine Rolle gespielt haben.

Daher rechnen Sie zunächst den Kohlenhydrat-Anteil des Futters mithilfe des Kohlenhydrat-Rechners aus. Danach machen Sie die Auswertung mit dem Rechner „Energieberechnung und Auswertung Katze“. Der ermittelte prozentuale Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergie darf maximal 10 % betragen, besser wäre ein noch geringerer Wert.

Sollte der Wert höher sein, als 10%, ist das Katzenfutter für eine Gewichtsreduktion und auch für eine weitere Ernährung nicht empfehlenswert. In diesem Fall MUSS es umgestellt werden.

In den meisten Fällen ist von Trockenfuttern abzuraten, da sie in der Regel sowieso einen zu hohen Kohlenhydratanteil enthalten. Weiterhin hat Trockenfutter den Nachteil, dem Katzenkörper Wasser zu entziehen, das dringend notwendig ist, damit alle Stoffwechsel- und Ausscheidungsprozesse optimal funktionieren, denn Katzen passen ihr Trinkverhalten meistens nicht ihrem Bedarf an.

Bei meiner Recherche habe ich kein Trockenfutter gefunden, auch kein Diätfutter für übergewichtige Katzen, dass einen prozentualen Kohlenhydratanteil von unter 30% hatte.

Bei den Diät-Nassfuttern für übergewichtige Katzen war der Kohlenhydratanteil zwar bedeutend niedriger, aber immer noch höher als der Maximalwert von 10%!

Schritt 2:

Ein zweites Kriterium bei der Futterwahl ist die Zusammensetzung, ersichtlich in der Zutatenliste. Es sollten alle Futterbestandteile mit Namen und Menge aufgeführt sein, sodass keine „versteckten“ minderwertigen Futtermittel enthalten sind.

Dazu hier ein Beispiel eines hochwertigen Nass-Futters:

Zusammensetzung: 19% Lachs, 12% Rinderlunge, 10% Rinderfleisch u. Kehlköpfe (ohne Schlund und Schilddrüse), 10% Geflügelleber, 8% Geflügelfleisch u. –hälse, 8% Geflügelmagen, 1% Hüttenkäse, Mineralstoffe

Analytische Bestandteile: Rohprotein: 10,7 %, Rohöle und -fette: 6,2 %, Rohasche: 2,0 %, Rohfaser: 0,3 %, Feuchtigkeit: 79,0 %, Calcium: 0,30%, Phosphor: 0,25%

Leider reduzieren Hersteller bei Diätfutter für übergewichtige Katzen oft den Fettanteil zugunsten von Kohlenhydraten und Faserstoffen, um Kalorien einzusparen. Fett hat pro Gramm einen mehr als doppelt so hohen Energiegehalt als Eiweiße und Kohlenhydrate. Allerdings ist der Stoffwechsel der Katze, auch der übergewichtigen Katze, nicht an die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten angepasst. Sie stellt Glukose (ein Kohlenhydrat) aus Fetten und Eiweißen her.

Überschüssige Kohlenhydrate führen auf Dauer zu einer starken Belastung des Körpers, der Organe und können die Katze krank machen.

Eine größere Menge an Faserstoffen bewirken beim Menschen und teilweise auch beim Hund ein „Ausschleusen“ überschüssiger Nahrungsfette, also überschüssiger Kalorien. Bei der Katze kann ein höherer Anteil allerdings zu Verdauungsstörungen bis hin zu einem veränderten Darmmillieu führen, das sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Beispiel eines Diät-Trockenfutters:

Zusammensetzung: Reis, Geflügelfleischmehl (mind. Huhn 38%), Mais, Maiskleber, Cellulose, Erbsenkleiepulver, tierische Fette, Proteinhydrolysat, Kaliumchlorid, Leinsamen, Calciumsulfat, Natriumchlorid

Analytische Bestandteile: Rohprotein 31,2%, Öle und Fette, roh 8,6%, Rohfasern 7,7%, Rohasche 5%, Calcium 0,83%, Phosphor 0,65%, Natrium 0,30%, Kalium 0,63%, Magnesium 0,07%

Zusatzstoffe pro kg: E672 (Vitamin A) 16.000 IE, E671 (Vitamin D3) 943 IE, E1 (Eisen) 72,5mg, E2 (Jod) 1,2mg, E4 (Kupfer) 7,2mg, E5 (Mangan) 7,5mg, E6 (Zink) 150mg, E8 (Selen) 0,2mg. Mit natürlichen Stoffen zur Haltbarmachung und natürlichen Antioxidantien

Wenn man bei diesem Futter von einer Feuchtigkeit von 10 % ausgeht (war leider auf dem Etikett nicht angegeben), enthält es einen prozentualen Kohlenhydratanteil an der Gesamtenergie von 42% – absolut untauglich für einen Fleischfresser, wie die Katze!

Beispiel eines Diät-Nassfutters:

Zusammensetzung: Geflügel, Weizenkleie, Zellulose, Gelatinehydrolysat, Lachsöl, Kaliumzitrat, L-Carnitin

Analytische Bestandteile: Rohprotein 8,1%, Rohfett 2,5%, Rohfaser 3,1%, Rohasche 1,8%, Stärke 0,71%, Gesamtzucker 0,18%, Kalzium 0,18%, Phosphor 0,17%, Natrium 0,09%, Kalium 0,15%, Magnesium 0,02%, Chlorid 0,14%, Schwefel 0,08%, Linolsäure n-6 0,26%, Alpha-Linolensäure n-3 0,03%, Eicosapentaensäure n-3 0,03%, Docosahexaensäure n-3 0,03%, Feuchtegehalt: 80,1%

Zusatzstoffe pro kg: Zusatzstoffe/kg: Vitamin A 3.500 IE, Vitamin D3 350 IE, Vitamin E 65mg, Kupfer (als Kupfer-(II)-Sulfat, Pentahydrat) 3mg, Taurin 450mg, L-Carnitin 55mg. Energie MJ ME/kg 2,72

Dieses Futter hat zwar einen hohen Eiweißanteil, schaut man sich aber die Zutatenliste an, handelt es sich bei den Quellen allerdings um „Geflügel“, dass nicht näher beschrieben wird (es können auch Krallen, Federn oder sonstige minderwertige Abfälle sein, denn wenn Geflügelfleisch enthalten wäre, würde es mit Sicherheit auch benannt werden). Weiterhin wird minderwertiges Gelatinehydrolysat als weitere Eiweißquelle verwendet.

Der Rohfaseranteil ist viel zu hoch; die Katze würde mit Sicherheit Verdauungsprobleme bekommen und der prozentuale Kohlenhydrat-Anteil an der Gesamtenergie liegt mit 17% zwar deutlich niedriger, als bei dem Trockenfutter, ist aber dennoch für eine gesunde Ernährung viel zu hoch.

Meine Empfehlung ist daher, die übergewichtige Katze auf ein hochwertiges, artgerechtes Nassfutter umzustellen, wie in dem Futterbeispiel oben.

Der nächste Schritt ist nun also, die Katze langsam Schritt für Schritt an ein neues, hochwertiges Futter zu gewöhnen. Hat man vorher ein qualitativ minderwertigeres Futter gegeben, gibt es mit dem hochwertigen Futter meistens keine Probleme bei der Umstellung.

Wichtig dabei ist, dass die Katze nicht hungern muss. Lieber eine langsame Umstellung, als kein Futter, denn durch eine längere Nahrungskarenz, wenn also längere Zeit nichts gefressen wird, kann sich bei übergewichtigen Katzen eine hepatische Lipidose entwickeln, eine Anhäufung von Fetten in den Leberzellen, die sehr schwer zu behandeln ist und einen tödlichen Verlauf haben kann. Diese Erkrankung hat nichts mit dem Fettgehalt im Futter zu tun, sondern hängt mit einem Eiweißmangel zusammen, den eine Katze bekommen kann, wenn sie längere Zeit nichts frisst.

In vielen Fällen bewirkt eine Futterumstellung auf ein hochwertiges Katzenfutter, wenn die Fütterungsempfehlung eingehalten wird, oft schon eine Gewichtsabnahme, ohne dass eine spezielle Diät gefüttert werden muss.

Wichtig ist auch hier, dass eine Gewichtsabnahme nur langsam erfolgt.

Als Richtwert nimmt man ca. 1 % des Körpergewichts pro Woche:

also entspricht eine gesunde Gewichtsreduktion bei einer 8 kg schweren Katze ca. 80 g pro Woche, d.h. , man sollte ihr ca. 25 Wochen (1/2 Jahr) Zeit lassen, damit die Katze 2 kg Gewicht verliert.

Für uns Menschen hört sich das nicht viel an, aber für eine Katze bedeutet das 1 Viertel ihres Ausgangsgewichts – das ist eine ganz enorme Leistung!

Schritt 3:

Meine Katze ist zu dick - wie kann sie gesund abnehmen?Sollte sich durch eine Futterumstellung nach einiger Zeit keine Gewichtsreduktion einstellen oder haben Sie sowieso schon hochwertiges Futter verwendet, muss nun die Menge des Futters und natürlich die der Leckerlis reduziert werden.

Bei Katzen wird generell eine Fütterung von 4 bis 5 Mal am Tag empfohlen.

Das hat bei einer Gewichtsreduktion den Vorteil, dass durch häufigeres Füttern mehr Kalorien durch die Verdauung verbraucht werden und die Katze zwischendurch keinen „Kohldampf schieben muss“, wenn die Portionen etwas verkleinert werden 🙂 .

In der Ernährungsberatung für Katzen gibt es eine Empfehlung, wie viel Kilokalorien pro Kilogramm Körpergewicht eine Katze pro Tag benötigt und wie von diesem Wert die „Abnehmkalorien“ errechnet werden. Aber selbst dieser Wert ist nur ein „ungefährer Anhaltspunkt“ und da Katzen generell einen unterschiedlichen Kalorienverbrauch haben, was natürlich auch mit ihrer Aktivität zusammenhängt, finde ich es besser, dass Sie selbst Ihr Tier beobachten, zunächst nach den Fütterungsempfehlungen des Herstellers füttern und gegebenenfalls die Fütterungsmenge nach unten korrigieren, wenn Ihre Katze nach einer Zeit kein Gewicht verliert.

Auch bei einer zu schnellen Gewichtsabnahme sollten Sie einschreiten und die Futtermenge wieder etwas erhöhen.

Schritt 4:

War Ihre Katze bisher eher inaktiv, wäre es gut, wenn Sie sich täglich etwas Zeit nehmen, um mit ihr zu spielen und so für mehr Bewegung sorgen. Das fördert zum einen den Kalorienverbrauch und zum anderen werden damit die Muskeln trainiert.

Da Übergewicht auch bei Katzen die Gelenke und den Körper belastet, fangen Sie langsam damit an und steigern den Zeitraum und die Intensität der Bewegungen, wenn die Katze schon etwas Gewicht verloren hat.

Fazit:

Folgende Punkte sind für eine Gewichtsreduktion bei einer Katze zu beachten:

  • Untersuchung beim Tierarzt, um eventuelle Hormonstörungen oder Folgeerkrankungen aufzudecken oder ausschließen zu können
  • das Futter unter die „Lupe nehmen“ und nach den obigen Kriterien beurteilen
  • Diätfutter für übergewichtige Katzen sparen zwar Kalorien ein, sind aber aufgrund ihrer Zusammensetzung nach meinen Recherchen für eine gesunde und artgerechte Ernährung nicht geeignet
  • lieber auf ein hochwertiges, artgerechtes Nassfutter umzustellen, wie in dem Beispiel oben
  • die Futterumstellung lieber langsam durchführen, als durch eine Nahrungskarenz das Risiko einer hepatischen Lipidose eingehen
  • Mahlzeiten auf 4 bis 5 Portionen aufteilen
  • ggf. die Futtermenge pro Portion reduzieren
  • langsame Gewichtsreduktion anstreben, nicht mehr als durchschnittlich 1% des Körpergewichtes pro Woche
  • je nach Übergewicht Zeit nehmen für eine moderate Bewegungsförderung  bei inaktiven Katzen

Eine kleine Anmerkung zum Schluss:

Es muss nicht immer das „Spezialfutter“ des Tierarztes sein, wenn Ihre Katze ein gesundheitliches Problem oder, wie in diesem Fall, Übergewicht hat. Ein hochwertiges Futter, das leichtverdaulich und artgerecht zusammengesetzt ist, in einigen Fällen auch durch eine spezielle Zugabe diätetisch an die Erkrankung angepasst, ist oftmals als Begleitung einer medikamentösen Therapie die bessere Alternative … schreiben Sie mich gerne an für eine gute Empfehlung und Beratung 🙂


Tanja

Hallo, ich bin Tanja , zertifizierte Ernährungs- und Diätberaterin ATN für Hunde und Katzen. Auf diesem Blog möchte ich die Zusammenhänge einer natürlichen, artgerechten und gesunden Ernährung anhand verschiedener Ernährungsthemen verständlich erklären und Ihnen die natürliche Ernährung Ihrer Tiere wieder näher bringen. Dabei habe ich mich auf die Beratung mit chemiefreien Naturkostmenüs in Beutetierzusammensetzung spezialisiert, da sich nicht jeder das Wissen für eine selbst zusammengestellte Mahlzeit aneignen möchte oder kann, und es sehr schwer ist, sich in dem Futtermitteldschungel zurecht zu finden.

32 Kommentare

Ina · 13. September 2021 um 18:10

Hallo Tanja,

ich komme gerade mit meinen beiden Katzen vom Tierarzt und habe die Hausaufgabe bekommen, dass die beiden abnehmen sollen. Die eine wiegt 6,9kg und die andere 6,4kg. Da ich mich nun damit beschäftigt habe wie man am besten so eine „vorsichtige Diät“ bei Katzen angeht bin ich auf deine Homepage gestoßen. Ich hoffe du kannst mir helfen. Beide Katzen sind Freigänger, wobei sie jetzt nicht die größten Runden drehen wenn sie draußen sind
Beide bekommen über den Tag verteilt jeweils 1 Tüte Sheba Nassfutter Delikatesse in Gelee (85g) und abends teilen sie sich eine 100g Dose Nassfutter entweder von Miamor feine Filets in Jelly oder von Premiere Fine Filets. Zudem bekommen sie zwischendurch noch Trockenfutter. Da haben wir einmal Felix Farmhouse Sensations und Happy Cat Voralpenrind, ich schätze pro Katze so ca. 100g über den Tag verteilt.
Jetzt meine Frage:
wie gehe ich das Ganze am besten an? Ist das überhaupt das richtige Futter? Bzw. vermute ich schon selbst, dass die Menge an Trockenfutter zu hoch ist? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, damit meine Katzen schonend etwas an Gewicht verlieren.

Danke und Gruß Ina

    Tanja · 13. September 2021 um 21:20

    Hallo Ina,

    Trockenfutter ist generell etwas problematisch für Katzen, da es meistens einen viel zu hohen Kohlenhydratanteil hat und nur sehr wenig Feuchtigkeit. Zudem ist es sehr stark verarbeitet und benötigt eine große Menge an Zusatzstoffen, die für die Darmgesundheit nicht förderlich sind.

    Zum Abnehmen ist Trockenfutter auch nicht geeignet, da es durch den geringen Feuchtigkeitsgehalt sehr konzentriert ist an Kalorien. Eine vergleichbare Menge an Nassfutter hat deutlich weniger Kalorien.

    Mein Rat ist daher die Umstellung Deiner Katzen auf ein gutes Nassfutter. Das Sheba hat eine schlechte Deklaration, d. h. dass man anhand der Zutatenliste nicht genau erkennt, was in dem Futter enthalten ist. Zudem ist Zucker zugesetzt, das für Katzen nicht gut ist. Die Filets sind hochwertiger, aber nur Ergänzungsfuttermittel. Als Alleinfuttermittel sind beide Marken nicht geeignet, sondern nur in Kombination mit dem Sheba oder dem Trockenfutter, so wie Du es gemacht hast.

    Deshalb würde ich Dir raten, Deine Katzen auf ein gutes Nassfutter umzustellen und am Anfang nach den Fütterungsangaben des Herstellers zu füttern. Vielleicht reicht das schon aus, dass die beiden Gewicht abnehmen können. Wenn es mit der Menge nicht klappt, kannst Du schrittweise die Menge reduzieren. Man kann soweit gehen, das man nur noch 40 bis 60 % des Erhaltungsbedarfes füttert. Aber ich würde mich langsam an die Menge herantasten, sodass sie nicht zu viel auf einmal abnehmen. Bei Freigängern kann es mit der Berechnung der Futtermenge eh etwas schwierig werden, denn man müsste theoretisch die Beute, die sie sich draußen fangen, mit dazu rechnen.

    Ich nenne Dir hier mal zwei Futtermarken für hochwertige Katzennahrungen, an deren Zusammensetzung Du Dich orientieren kannst: das eine ist PETfit, mein Lieblingshersteller mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis, und das andere z. B. Lucky Kitty.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen Katzen 🙂

    Liebe Grüße
    Tanja

      Ina · 14. September 2021 um 6:23

      Hallo Tanja,

      vielen Dank für die so schnelle und vor allem ausführliche Antwort. Eine Frage hätte ich allerdings noch 🙂 was mache ich denn wenn meine Katzen das Nassfutter nicht mögen/ fressen? Gibt es noch eine Alternative zu den beiden Marken, die du mir genannt hast? Bspw. aus dem Fressnapf etc.?

      Liebe Grüße
      Ina

        Tanja · 14. September 2021 um 9:49

        Hallo Ina,

        ich habe gerade nachgeschaut, was der Fressnapf so an Katzenfutter anbietet. Wenn Du zu den genannten Marken einige Abstriche machen möchtest, sind z. B. Animonda Carny, MjamMjam oder Catz Finefood Alternativen dazu. Es ist immer ein wenig schwierig, die Qualität zu bestimmen, wenn es keine genaue prozentuale Auflistung der Zutaten gibt. Bis auf wenige zugesetzte Vitamine und Mineralstoffe sieht es bei diesen Futtern aber so aus, dass sie natürliche Zutaten in einer artgerechten Zusammensetzung enthalten.
        Sandras Schmankerl ist auch eine sehr gute Alternative, falls Du auch online bestellen würdest. Sie hat auch noch andere Futtermarken in ihrem Sortiment, sodass Du die Menüs miteinander vergleichen kannst 🙂

        Liebe Grüße
        Tanja

Birgit · 12. Juli 2021 um 16:00

Hallo Tanja,
machst du auch Rationsberechnung für Hunde und wenn ja was würde das kosten? Ich möchte eigentlich nur wissen wieviel ich meiner Hündin vom Trockenfutter geben kann das sie alle Nährstoffe hat und vielleicht noch wieviel man davon abziehen kann das sie ca 2 KG abnimmt.
Liebe Grüße Birgit

    Tanja · 12. Juli 2021 um 18:07

    Hallo Birgit,

    Rationsberechnungen mache ich nicht. Es ist aber möglich, weniger zu füttern, ohne gleich eine Bilanzierung vornehmen zu müssen. Nur auf lange Sicht sollten die Nährstoffbedarfe gedeckt werden, um nicht langfristig in einen Mangel zu geraten, der dann wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen kann 🙂

    Liebe Grüße und viel Erfolg fürs Abnehmen
    Tanja

      Birgit · 12. Juli 2021 um 19:04

      Vielen Dank für die schnelle Antwort! LG Birgit

Miri · 27. Juni 2021 um 7:44

Hallo liebe Tanja,

vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.
Ich habe eine Frage zu dem Fressverhalten zu unserem 7 Jahre alten Ragdollkater. Wir haben ihn vor einem Jahr zu uns geholt und er wurde eine Woche, bevor er zu uns kam, kastriert. Er kam mit knapp 5 kg zu uns, sah da allerdings auch etwas dünn aus. Nun ist es so, dass er mittlerweile knapp 6 kg wiegt und ich finde schon, dass er so 500 Gr. wieder verlieren könnte, da er am Bauch etwas mopsig ist.
Er ist ein reiner Wohnungskater und wir füttern am Tag so 120 – 140 Gr MJAMJAM und 20 Gr Purizon Trofu für sterilisierte Katzen. Ich hatte immer Sorge das wir zu wenig füttern.
Wie deine Meinung? Sollen wir das Trofu weiter reduzieren?
Da dies unsere ersten Katzen sind, fehlt uns auch irgendwie die Erfahrung und das Wissen und es spielt auch immer die große Sorge mit, etwas falsch zu machen.
Schon einmal herzlichen Dank für deine Antwort.
LG
Miri

    Tanja · 27. Juni 2021 um 16:07

    Hallo Miri,

    es kann schon sein, dass sich der Stoffwechsel nach einer Kastration durch die veränderte Hormonlage verlangsamt und meistens sind Wohnungskatzen inaktiver als Freigänger, verbrauchen dadurch auch weniger Kalorien.

    Ich habe mal verschiedene Werte berechnet, die man ganz grob als Richtwert nehmen kann. Bei Wohnungskatzen rechnet man mit einem täglichen Kalorienbedarf von 60 kcal pro Kilogramm Körpergewicht, um das Gewicht zu halten. Das sind bei Deinem Kater 360 kcal.

    Im Durchschnitt hat das Futter von MjamMjam ca. 100 kcal pro 100 g. Wenn Du 120 bis 140 g pro Tag fütterst, sind das auch ungefähr 120 bis 140 kcal. 20 g Trockenfutter Purizon für sterilisierte Katzen hat entweder 347 kcal oder 321 kcal, je nach Sorte, wenn man von einem Feuchtigkeitsgehalt von 10 % ausgeht. Das würde bedeuten, das zum Nassfutter nochmal 64 bis 70 kcal hinzukommen, sodass Dein Kater ca. 185 bis 210 kcal pro Tag bekommt, wenn er sonst keine Leckerlies mehr frisst.

    Es ist schon eine ziemliche Differenz zu dem eigentlichen, theoretischen Erhaltungsbedarf von 360 kcal, aber die Menge ist trotzdem in Ordnung. Um abnehmen zu können, reduziert man den Erhaltungsbedarf um 40 bis zu 60 %. 40 % von 360 kcal sind 216 kcal, also die maximale Menge, die Dein Kater zur Zeit bekommt. Wenn Du das Gefühl hast, dass er mit dieser Menge trotzdem weiter zunimmt, kannst Du die Futtermenge noch etwas reduzieren, aber maximal bis ca. 150 kcal, also 150 g Nassfutter von MjamMjam.

    Ich würde zunächst auf das Trockenfutter verzichten und lieber eine größere Menge (180 bis 200 g) Nassfutter füttern und dann schauen, wie es sich mit dem Gewicht nach 1 bis 2 Wochen verhält. Das Nassfutter hat eine günstigere Zusammensetzung und schont beim Abnehmen auch die Muskulatur. Zudem hat es bezogen auf die Kalorienzahl auch ein größeres Volumen, sodass Dein Kater von der Menge her auch etwas mehr fressen kann, als von dem Trockenfutter.

    Ich hoffe, das hilft Dir etwas weiter. Wenn Du noch Fragen hast, kannst Du mir gerne eine E-Mail schreiben 🙂

    Liebe Grüße
    Tanja

Janine · 23. Juni 2021 um 20:30

Hallo Tanja,
ich habe eine 4 Jahre alte Maine Cool Mischling, wobei sie sie wie eine gewöhnliche Hauskatze ausschaut. Nach ihrer Kastration mit 5/6 Monaten hat sie deutlich an Gewicht zugenommen, sie frisst auch sehr gerne und bettelt dafür. Derzeit wiegt sie 5,6 kg (wir waren schon bei 6,1 kg) und man sieht ihr auch das leichte Übergewicht an. Vor wenigen Wochen waren wir zum Routinechek + Impfung beim Tierarzt und dieser meinte, dass sie zu viel Gewicht hat und eher max. 4,5 kg wiegen sollte. Der Tierarzt empfahl mir das Futter von Hill´s Metabolic und gab mir eine Probepackung Trockenfutter mit. Da dieses auch als Nassfutter gibt, habe ich dieses zum ausprobieren gekauft. Zumindest frisst sie es. Aber ich bin aus persönlichen Gründen nicht so ganz davon überzeugt. Da ich mich selber schon oft und viel mit Katzenfutter beschäftigt habe, ist es mit wichtig, dass es hochwertiges Nassfutter gibt. Derzeit gibt/ gab es MjamMjam. Ich teile immer das Futter auf 3 Mahlzeiten auf, insgesamt. 170-180 g / Tag und ca. 15 g Trockenfutter vor dem schlafengehen. Aber selbst bei dieser Futterration sind wir über einen längeren Zeitraum bei 5,6 kg stagniert. Was könnte ich besser machen, damit noch ein paar Gramm runter gehen?

Liebe Grüße, Janine

    Tanja · 24. Juni 2021 um 9:51

    Hallo Janine,
    es scheint so, dass Deine Katze wahrscheinlich noch etwas zu viele Kalorien zu sich nimmt, um weiter abnehmen zu können. Ich habe mal eine Berechnung gemacht, die Du als Richtwert nehmen kannst.

    Mir fehlen zwar noch gewisse Angaben, z. B. ob Deine Katze Freigängerin ist und sich evtl. draußen noch Beute fangen kann oder ob sie eine Wohnungskatze ist und evtl. nicht so aktiv ist.

    Für die Beispielrechnung bin ich von einer nicht so aktiven Wohnungskatze ausgegangen. Der Erhaltungsbedarf wird mit 60 kcal pro Kilogramm Körpergewicht berechnet. Das sind bei Deiner Katze 336 kcal. Mit dieser Kalorienmenge würde Deine Katze momentan theoretisch ihr Gewicht halten.

    Um abnehmen zu können, reduziert man diese Kalorienmenge um 40 bis maximal 60 %. Ich empfehle immer, mit einer Reduktion von 40 % zu beginnen und dann zu schauen, ob sie damit schon abnehmen kann.

    Die durchschnittliche Kalorienmenge von MjamMjam sind ungefähr 100 kcal pro 100 g Futter. Es schwankt ein wenig, je nach Sorte und man kann es später auch noch genauer ausrechnen. Das Trockenfutter von Hills hat eine Kalorienmenge von 343 kcal pro 100 g Futter.

    Rechnet man nun diese Werte auf die gefütterten Mengen pro Tag um, sind es ca. 170 bis 180 kcal MjamMjam und 51 kcal Trockenfutter. Zusammen ergibt es ca. 220 bis 230 kcal pro Tag.

    Reduziert man nun die Kalorienmenge des Erhaltungsbedarfs (336 kcal) um 40 %, kommt man auf einen Tagesbedarf von gut 200 kcal. Momentan bekommt Deine Katze also 20 bis 30 kcal mehr. Ich würde Dir deshalb empfehlen, die Fütterungsmenge noch ein wenig zu reduzieren. Am besten ist es, das Trockenfutter wegzulassen, denn das hat vom Volumen her die meisten Kalorien und die ungünstigste Zusammensetzung.

    Sollte eine Gewichtsreduktion mit 200 kcal immer noch nicht funktionieren, könntest Du noch weiter reduzieren. 135 kcal wären aber das absolute Minimun, denn weniger als 60 % vom Erhaltungsbedarf führen zu Nährstoffmängeln. Ich würde das Futter nur in kleinen Schritten reduzieren und der Gewichtsabnahme auch ein wenig Zeit geben. Vielleicht klappt es ja schon mit 200 kcal.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen und drücke Dir die Daumen, dass es funktioniert 🙂

    Liebe Grüße
    Tanja

Sabrina · 23. Dezember 2020 um 15:32

Hallo Tanja,
ich habe zwei Kater (beide 3), wobei Peppi mit 4,6 kg (er ist dünner, als das Gewicht es vermuten lässt) laut Tierarzt etwas mehr Gewicht vertragen könnte. Er ist der Aktive der beiden. Jano ist gemütlicher und frisst sehr gern. Mit 7,5 kg ist er deutlich zu dick.
Beide bekommen morgens hochwertiges Trockenfutter (Mix aus normalem Futter und für sterilisierte Katzen von Purizon und Feringa). Peppi, der dünne, bekommt nachmittags hochwertiges Nassfutter hingestellt. An fünf Abenden gibt es dann für beide zusammen ca. 100g Hühnchen, Fisch aus der Dose (z. B. Cosma nature). An den anderen beiden bekommen sie Trockenfleisch bzw. Frischfleisch.
Ich bin schon einmal beruhigt, dass mein Bemühen um eine möglichst artgerechte Ernährung auch für den Dicken nicht falsch ist. In Gedanken habe ich mich Unmengen an Diätfutter einkaufen sehen. 😉

Zukünftig würde ich an folgenden Punkten ansetzen: 1. Mehr Bewegung (ganz klar), 2. Essen unter Aufsicht und Zuteilung. Peppi lässt sich leicht vom Essen ablenken, was Jano wiederum nutzt, um an das Futter zu kommen. 3. Janos Futtermenge genau bestimmen und entsprechend reduzieren.

Was sagst du zu meinem Vorhaben? Welche Tipps bzw. Gegenvorschläge hast du für mich? Sollte ich auch Jano an das Nassfutter heranführen?
Auf eine Antwort freue ich mich. Ich möchte den Dicken alt werden sehen.

Liebe Grüße

Sabrina

    Tanja · 23. Dezember 2020 um 18:22

    Hallo Sabrina,
    Deine Vorgehensweise hört sich sehr gut an 🙂 Wenn Du Jano zu mehr Bewegung animieren kannst, ist es super. Es kann auch sein, dass er automatisch anfängt, sich mehr zu bewegen, wenn er etwas abgenommen hat. Zumindest wurde mir das schon öfter berichtet. Essen unter Aufsicht und Zuteilung würde ich auf jeden Fall auch empfehlen, wenn es irgendwie machbar ist, denn nur so hast Du den genauen Überblick, was und in welcher Menge Jano frisst. Dabei würde es ihm auch sehr helfen, gerade wenn er sehr gerne frisst, wenn Du ihn auf ein hochwertiges Nassfutter umstellen würdest.

    Trockenfutter, auch wenn es hochwertig ist, hat wenig Feuchtigkeit und dadurch eine hohe Kaloriendichte. Nassfutter dagegen hat sehr viel mehr Feuchtigkeit, ist auf Dauer gesünder für die Nieren und hat bei gleicher Kalorienmenge ein viel größeres Volumen. Jano könnte also von dem Volumen her vom Nassfutter mehr fressen, als von dem sehr kompakten Trockenfutter.

    Wenn Du ihm hin und wieder Trockenfutterstückchen als Leckerli gibst, ist das kein Problem. Du müsstest es halt nur in die tägliche Fütterungsmenge mit einberechnen.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung!

    Liebe Grüße
    Tanja

      Kathrin Sokolowski · 28. Juni 2021 um 16:06

      Liebe Tanja, ich bin durch Zufall auf deine Seite gekommen, da ich Hilfe brauche beim abnehmen unseres Katers. Wir hatten ihn erst zur Pflege, er ist geschätzt 6-10 Jahre alt und nun ganz bei uns.Er war schon übergewichtig als er zu uns kam und die vorgeschlagene Diät vom Tierarzt mit SPEZIALFUTTER Royal Canin ( über 3 Monate 80g Nassfutter und 30g Trockenfutter pro Tag) was recht teuer ist, führte eher zur Zunahme um 300g. Er ist eigentlich Freigänger , läuft aber nicht mehr als 10 m von der Terrasse weg. Ich gehe mit ihm 2x am Tag ohne Leine ums Haus, er folgt mir wie ein Hündchen. Zum spielen kann man ihn nicht animieren. Blutwerte sind ausser erhöhte Leberwerte alle OK. Laut Tierarzt müsste er ein Idealgewicht von 5,5 kg haben. Als er vor einem Jahr zu uns kam, ist er auch kastriert wurden. Bin jetzt völlig überfordert wie ich weiter machen soll und mit welchem Futter, der Tierarzt hatte auch keine Idee mehr. Eine Umstellung auf anderes Futter wäre kein Problem, der Kater frisst alles. Über einen Rat wäre ich dankbar. Liebe Grüße

        Kathrin Sokolowski · 28. Juni 2021 um 16:09

        Sorry, vergessen. Der Kater wiegt jetzt 7,2 kg. LG

        Tanja · 29. Juni 2021 um 15:21

        Hallo Kathrin,

        ich habe mal verschiedene Berechnungen durchgeführt, damit wir ungefähr einen Richtwert für die zugeführten Kalorien unabhängig von der Zusammensetzung des Futters haben. Bei dem Spezialfutter handelt es sich, nehme ich an, um das Veterinary Diet für Gewichtsmanagement bei Katzen. Das Nassfutter hat pro 100 g eine Kalorienmenge von 61 kcal und das Trockenfutter 307,5 kcal. Laut Angabe Deiner Fütterungsmenge hat Dein Kater demnach ca. 140 kcal täglich davon bekommen.

        Damit liegt er kalorienmäßig noch unter einer Kalorienreduktion von 60 %, wenn man den Erhaltungsbedarf einer nicht sehr aktiven Wohnungskatze zur Grundlage nimmt. Dieser Wert würde nach meinen Berechnungen bei ca. 173 kcal bezogen auf sein momentanes Gewicht von 7,2 kg liegen. Theoretisch ist diese Kalorienmenge der Minimalbedarf, den Dein Kater täglich bekommen sollte. Da die Stoffwechselleistung aber sehr individuell ist, kann die tatsächliche Abnehmkalorienzahl auch in Einzelfällen etwas darunter liegen.

        Schaut man sich die Zusammensetzung des Spezialfutters an, ist zwar die Kalorienmenge bezogen auf 100 g reduziert, aber beide, sowohl das Nassfutter als auch das Trockenfutter, haben einen für Katzen zu hohen Kohlenhydratgehalt (20%).

        Ich würde Dir daher empfehlen, Deinen Kater auf ein hochwertiges, artgerecht zusammengesetztes Nassfutter mit einem sehr geringen Kohlenhydratanteil umzustellen und die Fütterungsmenge lieber nach den Kalorien berechnen. Gerade bei Katzen spielen Fette und Eiweiße als Energieträger eine große Rolle. Mit Kohlenhydraten können sie nicht viel anfangen und sie werden leicht als Fett gespeichert. Da auch der Eiweißanteil in einer Katzennahrung sehr hoch sein kann oder sogar sollte, kann es sein, dass Muskelmasse zur Energiegewinnung abgebaut wird, wenn man weniger Kalorien zum Abnehmen füttert.

        Weniger Muskelmasse bedeutet auch eine geringere Stoffwechselleistung. Dadurch lässt sich evtl. auch erklären, dass Dein Kater trotz der geringen Kalorienzahl noch weiter zugenommen hat. Wenn Du ihn jetzt auf ein gutes Nassfutter umstellst, kann es eine Zeit dauern, bis er Gewicht abnimmt, da sich der Körper erst an die neue Zusammensetzung der Nahrung gewöhnen muss. Zudem müsstest Du herausfinden, welche Menge Du ihm füttern kannst, damit er zumindest am Anfang nicht weiter zunimmt. Ich würde es in dem Bereich von 170 bis 140 kcal am Tag probieren und ihm dann etwas Zeit für die Umstellungsphase geben.

        Auf Trockenfutter würde ich ganz verzichten, da es in der Regel immer zu viel Kohlenhydrate enthält. Wenn Dein Kater gerne frisst, hat er vom Nassfutter auch ein größeres Volumen, das er fressen kann, da der Feuchtigkeitsgehalt viel höher ist als beim Trockenfutter.

        Zur Kalorienberechnung des Nassfutters kannst Du meinen Kohlenhydratrechner verwenden, bei dem Du im ersten Schritt die Kohlenhydratmenge vom Nassfutter und damit im 2. Schritt die Kalorien errechnen kannst. Die genaue Anleitung habe ich dazu geschrieben https://4pfoten-welt.de/kohlenhydrat-rechner/.

        Ich hoffe, ich konnte Dir etwas weiter helfen 🙂

        Viel Erfolg und liebe Grüße
        Tanja

Karo · 11. Dezember 2019 um 12:58

Hallo,ich bin durch Zufall auf Deine Seite gelangt und begeistert. Mein Leroy 6 Jahre alt ist stark Übergewichtig (9 kg)Hilfe vom TA gab es in Richtung Vorwürfe. Fragen bezüglich Schilddrüse antwortete man mir….Katzen würden dann abnehmen.Spezielles Futter hätte ich kaufen können,aber der Preis hat mich abgeschreckt.Das Futter zur Gewichtsreduktion aus dem Tierhandel rührt er nicht an.Meine Luna 6 Jahre alt, 3,2 kg Siam-Mix ( sie nimmt nicht zu) passt schon auf das Leroy nicht an ihr Futter geht,ich auch was aber sehr anstrengend ist. kurz erwähnen möchte ich noch das man mir ans Herz gelegt hat Leroy nur noch 2 mal am Tag zu füttern, alles falsch wie ich hier lese. Werde jetzt mal nach dem Futter schauen,welches hier erwähnt wurde. Vielen lieben Dank.Einen schönen Tag. Lg Karo

    Tanja · 12. Dezember 2019 um 10:46

    Hallo Karo, es freut mich, dass Dir die Infos in diesem Beitrag gefallen 🙂
    Es gibt zwei Arten von Schilddrüsenproblemen, die Über- und die Unterfunktion. Bei einer Unterfunktion ist der Stoffwechsel verlangsamt sein und dadurch kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Aber häufiger tritt bei Katzen, aber auch eher bei älteren Tieren, eine Überfunktion auf. Bei einer Überfunktion ist der Stoffwechsel sehr hoch, die Tiere haben fast immer Hunger, fressen Unmengen und nehmen trotzdem an Gewicht ab.
    Durch eine Blutuntersuchung lässt sich das feststellen, ob es eine Schilddrüsenfunktionsstörung gibt.
    Ich würde Dir empfehlen, es so auszuprobieren, wie ich es in dem Artikel beschrieben habe. Viele haben damit schon sehr guten Erfolg und die Katzen nehmen an Gewicht ab. Sollte es gar nicht funktionieren, kann man die Menge des Futters über die Berechnung der Kalorien vornehmen.
    Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg!
    Liebe Grüße, Tanja 🙂

Heiko · 4. November 2019 um 12:56

Hallo Tanja,ich hab das selbe Problem ich habe 4 Mietzen rum zu laufen (Freigänger) das sind 2 Katzen kastriert und 2 Kater noch nicht Kastriert bei den 3 Mietzen geht das noch aber bei Floh der jüngste Kater !,5 Jahre mach ich mir echt Sorgen.Eigentlich bekommen sie garnicht zuviel die bekommen 4 Büchsen am Tag.Das ist doch nicht zuviel oder? Was würdest du mir für Katzenfutter empfehlen?
Gruß Heiko

    Tanja · 4. November 2019 um 14:38

    Hallo Heiko,

    es ist schwer für mich zu beurteilen, ob die 4 Dosen am Tag von der Energiemenge her zu viel für die Katzen sind. Wenn drei von ihnen noch schlank sind und einer schon etwas mehr auf den Rippen hat, scheint es in der Gesamtmenge doch etwas zu viel zu sein. Es ist natürlich gerade bei Freigängern schwer, die Futteraufnahme außerhalb des Hauses zu kontrollieren. Wenn es irgendwie möglich ist, würde ich versuchen, das Futter zumindest dem Kater zuzuteilen und aufzupassen, dass er von den anderen nichts frisst.

    Von einem Diätfutter würde ich auf jeden Fall abraten, da diesen Futtern oft Kohlenhydrate in Form von Getreide zugesetzt werden, um die Kalorien zu reduzieren. Daher lieber ein hochwertiges Nassfutter mit wenig Kohlenhydraten füttern und die Kalorienmenge über die Fütterungsmenge steuern. Mein Lieblingshersteller für gute Hunde- und Katzennahrungen ist PETfit, den ich sehr empfehlen kann. Wenn Du dazu noch weitere Informationen möchtest, können wir gerne per E-Mail schreiben 🙂

    Liebe Grüße, Tanja

Birgit Holzschuh · 2. Mai 2019 um 10:59

Hallo Tanja ,
ich bin jetzt ganz verzweifelt , es gibt hier Deinen Kohlenhydratrechner +
Energiewert/ Auswertung nicht mehr ! ( Katze )
Wo bekomme ich ihn denn nun her ? Bräuchte ihn so dringend für das Futter
ausrechnen meines Katers.
Liebe Grüße Birgit

    Tanja · 2. Mai 2019 um 15:34

    Hallo Birgit,
    am Freitag bin ich mit meinem Blog auf einen neuen Server umgezogen. Es gab dabei massive Probleme, sodass wir zwischenzeitlich eine Umleitung eingerichtet hatten, da ich weiß, dass der Rechner sehr viel benutzt wird. Seit Montagabend läuft alles wieder wie gehabt und die Umleitung wurde gelöscht. Jetzt kann es aber sein, dass Du vielleicht die andere Domain von der Umleitung noch im Browsercache hast. Lösche am besten den Cache oder benutze einen anderen Browser für die Seite, dann sollte es funktionieren 🙂
    Hier ist der Link https://4pfoten-welt.de/kohlenhydrat-rechner/ … ich habe ihn in verschiedenen Browsern getestet.
    Liebe Grüße, Tanja

      Birgit Holzschuh · 23. Mai 2019 um 22:35

      Hallo liebe Tanja,
      der Kohlenhydratrechner geht nun wieder in meinem Browser.
      Ganz lieben Dank – ich brauche ihn so dringend. Alles gut !
      Viele Grüße Birgit

        Tanja · 24. Mai 2019 um 9:00

        Hallo Birgit,
        vielen Dank für die Nachricht, das freut mich wirklich sehr!
        Ganz liebe Grüße, Tanja 🙂

Nadja · 23. September 2018 um 9:24

Halli Hallo!
Ich hab da ein riiieeessen Problem!
Und zwar geht es um meinen Kater Leo,rot getigerter Hauskater.
Er ist mittlerweile 13 Jahre alt und wird immer fauler.Daher auch eine ganz schlimme Gewichtszunahme in den letzten Jahren.Mittlerweile schon 10kg.
War auch beim Tierartzt,Blutwerte etc.sind ’noch’ok,doch er muss dringend abnehmen.Habe das Trockenfutter (hab auch sonst nur Trockenfutter 2 mal am Tag gefüttert)metabolic weight von Hills empfohlen bekommen,2 mal am Tag je 15g…
Alles gemacht nur es tut sich gar nichts!!jetzt les ich das Nassfutter besser geeignet ist,gibts von Metabolic auch,nur is das unfassbar teuer..müsste da 2 1/3 Dosen pro Tag Füttern..laut Empfehlung der Internetseite. Kommt mir auch bisle viel vor…
Haben Sie mir da bitte einen Rat,Empfehlung???Wäre so dankbar,da ich ihm ja auch nur das beste will!!
Vielen Dank im Vorraus!!!
L.g

    Tanja · 24. September 2018 um 9:21

    Hallo Nadja,
    leider sind in dem Diätfutter von Hills zu viele Kohlenhydrate für einen Fleischfresser wie die Katze enthalten. Katzen brauchen unbedingt Eiweiß und Fett als Hauptenergiequelle und Kohlenhydrate spielen da nur als Ballaststoffe eine Rolle. Bekommt sie nicht genügend Eiweiß, wird schnell die Muskulatur abgebaut, besonders, wenn sie sich nicht mehr viel bewegt, wie Ihr Leo. Dadurch werden nicht mehr so viele Kalorien verbrannt und die überschüssige Energie wird als Fett gespeichert. Es ist wie ein Teufelskreis.

    Besser ist es eine Kalorienreduktion über die Fütterungsmenge vorzunehmen. Meine Empfehlung ist auf jeden Fall eine Umstellung auf ein artgerecht zusammengesetztes Nassfutter, wie z.B. die Naturkostmenüs von PETfit, die ich selbst seit Jahren schon unseren Tieren füttere.

    Es gibt von der Firma auch größere Dosen, mit denen Sie Kosten sparen können. Zunächst würde ich mein Augenmerk auf die Umstellung auf ein gutes Nassfutter richten und wenn Sie die richtigen Sorten gefunden haben, die Leo schmecken, können Sie im zweiten Schritt eine Kalorienreduktion vornehmen, indem Sie die Fütterungsmenge reduzieren. Oft ist es auch so, dass allein schon durch die Umstellung auf eine artgerechte Nahrung bei Übergewichtigen Gewicht abgenommen wird, wenn Sie sich an der Fütterungsempfehlung orientieren.

    Allerdings sollten nicht mehr als ein bis maximal 2% von seinem Körpergewicht pro Woche reduziert werden, damit nicht gesundheitliche Probleme dazukommen. Sollte es mit der Gewichtsreduktion Probleme geben, kann die Kalorienmenge für Leo auch rechnerisch bestimmt werden, damit er auf jeden Fall sein Minimum an den benötigen Nährstoffen bekommt und er keinen Mangel erleidet.

    Wenn Sie Leo auf die Menüs von PETfit umstellen möchten, berate ich Sie gerne und unterstütze Sie auch gerne während der Zeit. Pauschal kann ich so jetzt nichts weiter dazu sagen, da es immer eine individuelle Situation ist und man im Einzelfall sehen muss, wie eine optimale Lösung aussieht. Melden Sie sich gerne bei mir, wenn Sie möchten 🙂

    Liebe Grüße,
    Tanja

Heike · 18. Juli 2018 um 14:55

Hallo Tanja,
darfst du das hochwertige Nassfutter, das du oben beschrieben hast, nennen? Ich bin aktuell auf der Suche nach einem geeigneten Futter für meine Katze und kenne mich leider überhaupt nicht aus. Meine Katze wiegt mit 6,5 kg (Wohnungskatze) leider viel zu viel…meine Tierärztin hat mich gestern schon geschimpft…

    Tanja · 18. Juli 2018 um 16:09

    Hallo Heike,

    die Nahrung, die wir selbst schon seit Jahren für unsere Hunde und unsere Katze verwenden ist die von PETfit, einer kleinen Manufaktur aus Norddeutschland.

    Liebe Grüße, Tanja

sina düster · 24. Juni 2018 um 23:43

Hallo. Meine Katze wird am 1.9.2018 2 Jahre alt. Voriges Jahr im Juni hatten wir sie kastrieren lassen . Ihr Gewicht war 4.9 kg. Er ist recht gross. Am 21.06.2018 hätte er ein ge wicht von 6.2 kg und der Tierarzt meinte ,er ist zu dick. Er frisst täglich 1 Becher nassfutter vom Rossmann und bekommt 100 Gramm prima light seit dem. 1.mal die Woche bekommt er einen gedünsteten seelachsfilet. Das ge wicht sollte nicht steigen evtl.sinken.was kann ich noch tun? Habe auch ein fztterspender wo mein Kater arbeiten muss das Futter zu bekommen. Spielen und durch die wohnung rennen tut er täglich,ist aber schnell erschöpft. Bis jetzt ist er gesundheitlich fit. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar

    Tanja · 25. Juni 2018 um 8:29

    Hallo Sina,
    zunächst würde ich, wie in meinem Beitrag beschrieben, das aktuelle Futter überprüfen. Lightfutter sind sehr oft fett- und dadurch zwar kalorienreduziert, haben aber einen hohen Kohlenhydratanteil, der für Katzen nicht artgerecht ist und auch dazu führen kann, mehr Fett anzusetzen.

    Eine artgerechte, fett- und eiweißreiche Nahrung kurbelt den Stoffwechsel der Tiere an und verhindert den Abbau von Muskelmasse. Letztendlich müssen aber weniger Kalorien gefüttert werden, als der Kater benötigt und dafür ist es hilfreich, wenn man sich die Kalorien ausrechnet.

    Bei Fertigfutter kann man es anhand der analytischen Bestandteile machen, z.B. mit Hilfe meines Kohlenhydratrechners und bei sonstigen Nahrungsmitteln, wie dem Seelachs, gibt es online z.B. den Nährwertrechner. Wenn man es ganz genau nimmt, rechnet man pro Gramm Eiweiß und Kohlenhydraten mit 3,5 kcal und pro Gramm Fett mit 8,5 kcal bei Hunden und Katzen.

    Der Energiebedarf von nicht sehr aktiven Katzen liegt bei etwa 80 kcal pro Kilogramm Körpergewicht, bei Ihrem Kater mit 6,2 kg also momentan bei 496 kcal um sein sein Gewicht so zu halten. Damit er abnehmen kann, rechnet man mit dem „Erhaltungsbedarf“ des Idealgewichtes. Wenn sein Idealgewicht ca. 4,9 kg sind, braucht er (80×4,9) ca. 392 kcal.

    Diese Kalorienmenge kann man am Anfang als Richtwert nehmen und sehen, ob er damit Gewicht abnehmen kann. Die Gewichtsreduktion sollte möglichst nicht zu schnell gehen, 1% vom Körpergewicht pro Woche ist völlig ok. Sollte sich mit dieser Kalorienmenge nichts tun, kann man bis auf 60 kcal pro kg Körpergewicht reduzieren, d.h. bis auf ca. 294 kcal (60×4,9).

    Die Bewegung ist natürlich super und hilft ihm beim Abnehmen, aber aufgrund des höheren Körpergewichts kann ich mir gut vorstellen, dass er schnell erschöpft ist. Das wird sich im Laufe der Zeit bestimmt bessern. Aber ganz wichtig ist eine artgerechte Zusammensetzung der Nahrung mit viel Fett und Eiweiß, natürlich im Rahmen der Kalorienmenge mit der er abnehmen kann, um zu verhindern, dass sich die Muskulatur abbaut.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen und drücke die Daumen, dass es mit dem Abnehmen klappt 🙂

    Liebe Grüße,
    Tanja

Müller · 31. Mai 2017 um 16:44

Ich habe 2 Maine Coon und Katzen, die eine ist 2Jahre und die andere 7 Monate. Die ältere ist zu dick, frisst leider nur Trockenfutter. Ich kann die beiden aber nicht getrennt füttern. Was kann ich tun?

    Tanja · 31. Mai 2017 um 20:44

    Hallo,

    ich würde generell beide Katzen auf ein artgerechtes, kohlenhydratarmes Nassfutter umstellen, wie ich es schon in dem Artikel geschrieben habe. Trockenfutter hat im Vergleich zu Nassfutter eine viel höhere Energiedichte, da die Flüssigkeit fehlt und einen zu hohen Kohlenhydratanteil, der Übergewicht fördert.
    Auch wenn es am Anfang schwer ist, lohnt es sich in kleinen Schritten umzustellen.

    Sie können z.B. probieren, wenn Ihre Katzen Thunfisch mögen, etwas davon zu dem Trockenfutter zu geben, sodass sie sich an die weichere Konsistenz gewöhnen. Oder auch das gewohnte Trockenfutter ganz leicht anfeuchten und die Flüssigkeitsmenge nach und nach immer etwas erhöhen.

    Ein gutes Nassfutter kann man ebenfalls mit etwas aufpeppen, das die Katzen mögen. Viele schlecken gerne Sahne oder eben auch Thunfisch. Aus dem Thunfisch könnte man durch Trocknen im Backofen bei niedriger Temperatur und anschließendem Mixen ein Pulver herstellen, das man zum Nassfutter geben könnte. Das gleiche funktioniert natürlich auch mit frischem Hühnchen oder dem gewohnten Trockenfutter als Pulver.

    Zunächst würde ich den Fokus darauf legen, die Katzen auf ein gutes Nassfutter umzustellen und danach schauen, wie sich das Gewicht entwickelt, ob Ihre übergewichtige Katze evtl. schon durch die Umstellung Gewicht reduziert.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit den Anregungen etwas weiterhelfen.
    Liebe Grüße, Tanja

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