Kennen Sie das? Sie haben jeweils ein Trockenfutter und ein Nassfutter für Ihren Hund oder Ihre Katze in der Hand, schauen sich neben der Zusammensetzung auch die analytischen Bestandteile an und wundern sich über die stark voneinander abweichenden Werte.

Hat das Trockenfutter wirklich 12 % mehr Protein als das Nassfutter? Lassen sich die Werte überhaupt miteinander vergleichen?

In dieser Form: NEIN, denn die Futter haben komplett verschiedene Feuchtigkeitsgehalte! Es gibt aber eine Lösung … 🙂

1. Beispiel: Trockenfutter 

Zusammensetzung: Frisches Lammfleisch (70 %), Bruchreis (15%), Lammfett, Lammfleischmehl, getrockneter Fisch , Lachsöl, Rübenmelasseschnitzel, getrocknete Apfelpulpe, getrocknete Bierhefe, kaltgepresstes Leinsamenöl, kaltgepresstes Olivenöl, Grünlippmuschel-Extrakt, Mariendistelsamen, getrockneter Fenchel, Sarsaparillewurzel, getrockneter Sellerie, getrocknete Artischocke, Kapuzinerkresse, Kamilletee-Extrakt, Löwenzahn, getrockneter Enzian, Yucca, Kaliumchlorid

Analyse der Inhaltsstoffe:

Rohprotein 23,0%, Rohfett 11,0%, Rohfaser 2,0%, Rohasche 7,9%, Calcium 1,8%, Phosphor 1,3%, Feuchtigkeit 18,0%

2. Beispiel: Nassfutter

Zusammensetzung: 25% Lammmix (Fleisch, Leber, Herz, Lunge), 20% Lammpansen, 13% Lammlunge, 8% Lammleber, 5% Reis, 0,2% Leinöl, Mineralstoffe

Analytische Bestandteile:
Rohprotein: 11,0 %, Rohöle und -fette: 7,5 %, Rohasche: 2,5 %, Rohfaser: 0,5 %, Feuchtigkeit: 76,0 %, Calcium: 0,25%, Phosphor: 0,21%

 

Wie kann ich denn jetzt ein Nassfutter mit einem Trockenfutter vergleichen, damit ich es beurteilen kann?

Ganz einfach:

Schritt 1:

Man errechnet von beiden Futtermitteln die Trockensubstanz aus, da Feuchtigkeit (Wasser) keine Kalorien hat (also zieht von 100 % die Feuchtigkeitsmenge ab).

1. Trockenfutter: 100 % – 18 % = 82 %

2. Nassfutter: 100 % – 76 % = 24 %

Somit haben 100 g Trockenfutter eine Trockensubstanz von 82 g und 100 g Nassfutter eine Trockensubstanz von 24 g.

 

Schritt 2:

Nun errechnet man die Kohlenhydratmenge (NfE), die in der Analyse meistens nicht angegeben wird.

1. Trockenfutter: 100 % minus Rohprotein, Rohfett, Rohasche, Rohfaser und Feuchtigkeit = 100 % – 61,9 % = 38,1 % Kohlenhydrate (NfE)

2. Nassfutter: 100 % – 97,5 % = 2,5 % Kohlenhydrate (NfE)

 

Schritt 3:

Um die Werte nun miteinander vergleichbar zu machen, rechnet man die Anteile von Protein (Eiweiß), Fett und Kohlenhydraten auf jeweils 100 g der Trockensubstanz um.

1. Trockenfutter :

Protein: 23 g in 82 g Trockensubstanz (23 x 100 : 82) = 28 g

Fett: 11 g in 82 g Trockensubstanz (11 x 100 : 82) = 13,4 g

Kohlenhydrate: 38 g in 82 g Trockensubstanz (38,1 x 100 : 82) = 46,5 g

2. Nassfutter:

Protein: 11 g in 24 g Trockensubstanz (11 x 100 : 24) = 45,8 g

Fett: 7,5 g in 24 g Trockensubstanz (7,5 x 100 :24) = 31,3 g

Kohlenhydrate: 2,5 g in 24 g Trockensubstanz (2,5 x 100 : 24) = 10,4 g

Dadurch, dass wir jeweils die Mengen auf 100 g Trockensubstanz der verschiedenen Futter ausgerechnet haben, lassen sie sich nun vergleichen:

Trockenfutter: 28 g Eiweiß, 13,4 g Fett und 46,5 g Kohlenhydrate

Nassfutter: 45,8 g Eiweiß, 31,3 g Fett und 10,4 g Kohlenhydrate

 

Noch ein kleiner Hinweis bzw. Trick des Trockenfutterherstellers:

Schaut man sich die Zutatenliste des Trockenfutters an, steht an erster Stelle Frisches Lammfleisch (70%) und an zweiter Stelle Bruchreis (15%). Das Lammfleisch mit 70 % hört sich im ersten Moment richtig viel an und scheint auch von besonders hoher Qualität zu sein, da es „frisch“ ist.

Wie lässt sich Nassfutter mit Trockenfutter vergleichen?Reis dagegen scheint mit 15 % nur ein kleiner Anteil dagegen zu sein. Warum enthält das Futter auf 100 g Trockensubstanz dann nur 28 g Eiweiß und 46,5 g Kohlenhydrate? Fleisch ist doch sehr eiweißreich und Reis sind Kohlenhydrate?

Der Trick des Herstellers ist der, dass er das Lammfleisch als frisches Fleisch angegeben hat. Fleisch besteht aber zu 70 bis 80 % aus Wasser, das nach dem Trocknen (es handelt sich ja um Trockenfutter) nicht mehr vorhanden ist!

Würde das Lammfleisch als Trockenmasse angeben, würde in der Zutatenliste wahrscheinlich kein Fleisch an erster Stelle stehen, sondern Reis, also eine Kohlenhydratquelle.

Durch die Angabe 70 % frisches Lammfleisch wird dem Käufer somit suggeriert, ein Produkt mit hohem Fleischanteil für sein Tier zu kaufen, was im Endeffekt wieder nur zum größten Teil aus Kohlenhydraten besteht!

Fazit:

Nass- und Trockenfutter lassen sich gut in der analytischen Zusammensetzung miteinander vergleichen, wenn man die Trockensubstanz als Berechnungsgrundlage verwendet.

Es macht zwar ein wenig Mühe, aber im Endeffekt lassen sich so verdeckte Kniffe der Hersteller aufdecken und ihr könnt die Nährstoffgehalte selbst berechnen.

Wie sieht denn nun eine „artgerechte Zusammensetzung“ eines Futters aus, warum wird von „hoher Verdaulichkeit“ gesprochen und wie kann ich die einzelnen Bestandteile der Futter selbst beurteilen? – Das sind einige interessante Fragen, auf die ich in den nächsten Beiträgen eine Antwort gebe, seien Sie gespannt … 🙂


Tanja

Hallo, ich bin Tanja , zertifizierte Ernährungs- und Diätberaterin ATN für Hunde und Katzen. Auf diesem Blog möchte ich die Zusammenhänge einer natürlichen, artgerechten und gesunden Ernährung anhand verschiedener Ernährungsthemen verständlich erklären und Ihnen die natürliche Ernährung Ihrer Tiere wieder näher bringen. Dabei habe ich mich auf die Beratung mit chemiefreien Naturkostmenüs in Beutetierzusammensetzung spezialisiert, da sich nicht jeder das Wissen für eine selbst zusammengestellte Mahlzeit aneignen möchte oder kann, und es sehr schwer ist, sich in dem Futtermitteldschungel zurecht zu finden.

16 Kommentare

Sandra Seyhan · 18. Dezember 2020 um 9:23

Liebe Tanja, zunächst einmal: tolle Seite! Da steckt sehr viel Liebe und Mühe drin. Vielen Dank.
Nun habe ich über die Suche, wie ich meinen 14 – Wochen alten Labradoodle Welpen richtig ernähre, deine Seite aufgespürt. Er bekommt morgens Trockenfutter (150 g von Salingo/Welpenfutter, was auch der Züchter gefüttert hat) über den ersten Spaziergang verteilt, und mittags jeweils 170 g Anifit Geflügel,
mit einem TL Leinöl, möglicherweise ein bisschen Karotte oder Kürbis. Bezüglich der Menge bin ich mir unsicher. Mit 8 Wochen bekam er mit 6,7 kg jeweils 100 g Trockenfutter morgens und mittags und abends 100 g Nassfutter (damals noch von Salingo). Jetzt wiegt er 11 kg und ich möchte ihn nicht überfüttern, allerdings auch nicht zu wenig füttern. Die Fütterungsempfehlungen auf den Internetseiten sind im Vergleich von Trocken- und Nassfutter unterschiedlich, weswegen ich verunscihert bin. Kannst du mir einen Tip geben? Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Bayern. Liebe Grüße Sandra und Kobe

    Sandra Seyhan · 18. Dezember 2020 um 9:25

    Zusatz: er bekommt mittags und abends die 170 g Nassfutter von Anifit….

      Tanja · 18. Dezember 2020 um 18:28

      Hallo Sandra,
      es freut mich sehr, dass Dir mein Blog gefällt. Zu Deiner Frage und Fütterungsempfehlungen für Welpen: man kann grob sagen, dass Welpen bis sie ca. 40% des zu erwartenden Endgewichts erreicht haben, den 2fachen Energiebedarf eines ausgewachsenen Hundes haben, bezogen auf das aktuelle Gewicht. Das sind momentan bei Deinem Hund ca. 940 kcal und es kommt so ungefähr mit der Fütterungsmenge des Trockenfutters und des Nassfutters mit Leinöl als Zugabe hin. Wenn ich es richtig verstanden habe, bekommt Dein Hund 340g Nassfutter von Anifit. Mit dieser Menge habe ich es ausgerechnet. Ein wenig Luft nach oben ist noch vorhanden, sodass Du theoretisch auch etwas mehr Nassfutter, jeweils 180 oder auch 190g füttern könntest.

      Was Du aber unbedingt im Auge behalten solltest, ist die Wachstumsgeschwindigkeit. Gerade größere Rassen sollten nicht zu schnell wachsen, da sie sonst Probleme mit der Skelett- und Gelenkentwicklung bekommen. Die Endgröße ist genetisch festgelegt und orientiert sich an der Größe der Elterntiere. Wenn Welpen zu viel Energie bekommen, werden sie meistens nicht dick, sondern sie wachsen schneller. Wenn Du möchtest, schicke mir gerne per E-Mail das zu erwartende Endgewicht von Deinem Hund (Du kannst auch Deinen Züchter danach fragen). Dann erstelle ich Dir kostenfrei eine Wachstumskurve, nach der Du Dich ungefähr richten kannst. Das gibt Dir dann evtl. auch noch einmal etwas mehr Sicherheit 🙂

      Alles Gute und viel Freude mit Deinem Hund,
      Tanja

gamze · 1. Dezember 2020 um 18:50

gebe meinem hund natural & delicous trofu low grain. empfehlung 6kg: 60-110 g am tag. sie wiegt 6.5 kg. allerdings möchte ich gern am abend eine packung 150 g nafu von gran carno vom feinsten geben, wie viel trofu darf ich also geben am tag ?

    Tanja · 1. Dezember 2020 um 21:30

    Hallo Gamze,

    der Richtwert des Kalorienbedarfs liegt je nach Aktivität bei kleinen Hunden bei ca. 35 bis 40 kcal pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag. Das sind bei Ihrem Hund also ca. 230 bis 260 kcal. Laut der Analytischen Bestandteile des Nassfutters von Gran Carno vom Feinsten habe ich eine Kalorienmenge von 118 kcal für 150g Futter ausgerechnet. Wenn Sie nun den restlichen Kalorienbedarf mit Trockenfutter decken möchten, habe ich für die Sorte N&D ANCESTRAL GRAIN DOG ADULT MINI CHICKEN & POMEGRANATE eine Kalorienmenge von 375 kcal pro 100g ausgerechnet. Somit müssten von dieser Sorte ca. 30 bis 38g am Tag gefüttert werden, um auf eine Gesamtkalorienmenge von 230 bis 260 kcal zu kommen.

    Möchten Sie selbst den Kaloriengehalt Ihres Futters ausrechnen, verwenden Sie dazu gerne meinen Kohlenhydratrechner. Im 2. Schritt der Auswertung können Sie mit den Angaben auf dem Etikett und dem errechneten Kohlenhydratgehalt die Kalorien ausrechnen.
    Ich hoffe, es hilft Ihnen etwas weiter 🙂

    Herzliche Grüße
    Tanja Gerber

Bernd · 17. September 2020 um 12:13

Weclhes Futter muss ich geben wenn ein Kater chronische Niereninsuffizienz
und akute Pankreatitis hat?

    Tanja · 17. September 2020 um 14:41

    Hallo Bernd,

    chronische Niereninsuffizient und gleichzeitig akute Pankreatitis ist ein schwieriger Fall, da bei einer CNI fettreicher gefüttert werden sollte, aber bei einer Pankreatitis die Fettverdauung oft nicht gut funktioniert. Bei beiden Krankheitsbildern ist es wichtig, ein hochverdauliches Nassfutter (kein Trockenfutter!) zu füttern, das möglichst wenig Knorpel wie Hälse, Kehlköpfe, Strossen etc. und Bindegewebe wie Lunge, Euter etc. enthalten. Leber, Nieren, Herz und Geflügelmagen in kleinen Mengen, kombiniert mit Muskelfleisch sind ok, da sie gut verdaulich sind und wertvolle Mikronährstoffe liefern.

    Je nachdem in welchem CNI-Stadium sich der Kater befindet und wie die Blutwerte sind, müsste ggf. auch auf den Phosphatgehalt geachtet werden und in einem späten Stadium kann evtl. auch eine Eiweißreduktion angesagt sein. Um den Fettanteil zu senken, wird bei einem Diätfutter oft der Kohlenhydratanteil erhöht. Für Katzen ist das nicht gut, da sie Kohlenhydrate nicht gut verwerten können (auch nicht, wenn sie gesund sind) und bei Erkrankungen können entzündliche Prozesse dadurch noch gefördert werden.

    Um Fette bei einer Pankreatitis besser verdauen zu können, können Enzyme gegeben werden. Aber das gehört in die Hand eines Therapeuten, der sich mit der Ernährung und Diätetik bei diesen Krankheiten auskennt. Daher würde ich auf jeden Fall raten, sich an einen entsprechenden Therapeuten zu wenden, der abgestimmt auf die Blutwerte eine Ernährungsempfehlung geben kann, ggf. mit Zusätzen wie Enzymen oder Phosphatbinder oder was sonst noch notwendig ist.

    Alles Gute und liebe Grüße
    Tanja

Judith Fernsel · 16. September 2020 um 11:52

Kann man 300 g Trockenfutter mit 200 g Nassfutter mischen? Beides ist fertig!

    Judith Fernsel · 16. September 2020 um 12:07

    I Pferd Trocken sowie Nassfutter. Kann man das mischen?

      Tanja · 16. September 2020 um 12:28

      Hallo Judith,

      wenn der Hund es verträgt, ist es kein Problem. Man sollte nur darauf achten, dass genügend Wasser getrunken wird.
      In der Praxis ist es aber häufig so, dass es nicht vertragen wird, da Trockenfutter in der Regel einen hohen Kohlenhydratanteil haben, sodass es im Magen zu Gärungen kommt. Auch die unterschiedlichen Fütterungsformen spielen dabei eine Rolle. Bei Hunden, die einen empfindlichen Magen- und Darmtrakt haben, würde ich es auf keinen Fall empfehlen, Trockenfutter mit Nassfutter zu mischen. Meistens ist in dem Fall auch Trockenfutter alleine nicht geeignet. Aber das ist ein anderes Thema 🙂

      Liebe Grüße
      Tanja

Piecha, Maria · 3. Juni 2020 um 15:39

HalloIch hätte gerne gewusst, ob es reicht wenn ich dem Hund gekochtes Fleisch (auch Innereien) mit Karotten und Nudeln oder Reis oder Kartoffeln gebe , dazu zwischendurch ein bisschen rohes Gemüse oder Obst ( mit ein paar Tropfen Rapsöl) reicht oder soll ich noch trocken Futter dazu geben?????
Vielen Dank vorab
Mia

    Tanja · 3. Juni 2020 um 16:05

    Hallo Mia,
    eine selbst gekochte Mahlzeit reicht aus, wenn sie bedarfsgerecht zusammengestellt wird. Die Fütterung von Trockenfutter zusätzlich ist nicht notwendig. Da man aber wissen muss, wie die Mahlzeiten zusammengestellt werden, sodass ein Hund mit allen Nährstoffen optimal versorgt wird, empfehle ich „Das Barf Buch“ von Nadine Wolf. Es ist zwar auf die Rohfütterung ausgelegt, aber wenn die Zutaten sehr schonend gegart werden (Dampfgaren ist ideal), sodass die Nährstoffverluste durch die Hitze und Übergang ins Kochwasser gering sind, kann man dieses Buch sehr gut als Grundlage verwenden 🙂
    Liebe Grüße, Tanja

Ralf Scheel · 19. Januar 2020 um 18:19

Guten Tag !
Wie verhält es sich aber mit dem Verhältnis von Calcium zu Phosphor?! Im Trockenfutter sind die angegebenen Mengen um ca.6x höher als im Nassfutter , wobei die Mengen vom Trockenfutter der
allgemeinen Empfehlung des Mineral Bedarfs entsprechen um keine Wachstumsstörungen zu provozieren.Wie kann dann im Nassfutter dies gewährleistet werden ?

    Tanja · 19. Januar 2020 um 20:12

    Hallo Ralf,
    da Nassfutter einen wesentlich höheren Feuchtigkeitsgehalt besitzt, muss dementsprechend auch eine größere Menge gefüttert werden, um auf den Kalorienbedarf zu kommen. Dementsprechend erhöht sich auch die Menge der Mikronährstoffe.

    Ich habe dazu einmal eine Rechnung gemacht:

    Nach dem NRC liegt der Calcium-Bedarf eines Hundes pro kg Stoffwechselgewicht bei 130 mg, der Phosphor-Bedarf bei 100 mg.
    Ein 10 kg schwerer Hund hätte demnach einen Calciumbedarf von 731 mg (130 x 10^0,75) und einen Phosphor-Bedarf von 562 mg (100 x 10^0,75)

    Das Trockenfutter in meinem Beispiel hat einen Gehalt von 1,8% Calcium, also 1,8g oder 1800mg Calcium auf 100g Futter, und einen Phosphorgehalt von 1,3g oder 1300mg auf 100g Futter.
    Das Nassfutter enhält pro 100g 0,25% Calcium, also 250mg pro 100g und 210mg Phosphor.

    Um auszurechnen, wie viel Gramm Trockenfutter benötigt wird, um den Calcium-Bedarf des 10 kg schweren Hundes zu decken, rechnet man Folgendes:
    731mg x 100g / 1800mg (entspricht 1,8g) ~ 41g

    Rechnung für Phosphor: 562mg x 100g / 1300mg ~ 43g

    Das bedeutet, dass der Hund mindestens 43g Trockenfutter fressen müsste, um den Bedarf von Calcium und Phosphor zu decken.

    Beim Nassfutter sehen die Rechnungen so aus:
    Calcium: 731mg x 100g / 250mg ~ 293g
    Phosphor: 562mg x 100g / 210mg ~ 270g

    Um mit diesem Nassfutter den Calcium- und Phosphor-Bedarf zu decken, müsste der Hund mindestens ca. 300g von dem Futter fressen. Für eine abschließende Beurteilung müsste man sich nun die Fütterungsempfehlung des Herstellers anschauen.

    Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen.

    Herzliche Grüße,
    Tanja

Rosteck · 13. September 2017 um 10:46

Chihuahua Übergewicht 3,2kg. Kastriert! Wie bekomme ich 2,5 kg hin? Habe schon alles versucht. Derzeit füttere ich Nassfutter Real nature 90g tages rationierten. Was mache ich falsch?

    Tanja · 13. September 2017 um 12:16

    Hallo,

    zu dem Thema „Gewichtabnehmen bei Hund“ habe ich vor einiger Zeit einen kleinen Ratgeber erstellt. Dieses ist der Link zum Download: Ratgeber Abnehmtipps für Hunde
    Es sind darin z. B. Tipps enthalten
    – wie die optimale Futterzusammensetzung aussieht, damit Ihr Hund Gewicht abnehmen kann, ohne teures Spezialfutter verwenden zu müssen
    – welche Möglichkeiten gibt es, die Menge des Futters zu erhöhen, damit Ihr Hund satt wird und trotzdem abnehmen kann
    – welche Leckerlis sie verwenden können, damit Sie auf Belohnungen nicht verzichten müssen

    Sollte das nicht zum Erfolg führen, brauchen Sie eine individuelle Beratung für Ihren Hund, wo genau auf die Situation Ihres Hundes eingegangen wird und evtl. auch die Kalorien berechnet werden.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und bei Bedarf melden Sie sich gerne wieder bei mir.

    Herzliche Grüße,
    Tanja Gerber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.